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Sechs Tipps, um Touristenmassen aus dem Weg zu gehen

Geschrieben am 14.06.2010 von Nico in Wissen 0 Kommentare Trackback

Kennt Ihr auch das Problem, wohin man sich bewegt, irgendwie sind immer schon andere da. Ich gebe zu, ich will gar nicht immer der einzige vor Ort sein und an besonderen Sehenswürdigkeiten ist mir auch klar, dass ich meinen Platz mit vielen Leuten teilen muss. Gelegentlich will ich aber einen wirklichen Geheimtipp finden oder etwas Besonderes ganz für mich alleine genießen, oder einfach mal Ruhe haben.

zu viel los?

Nicht immer sind es Touristen, die einem zu viel werden

Wenn so ein Moment eintritt, hilft es natürlich nicht sich auf den gedruckten Reiseführer zu verlassen. Gerade die dort angekündigten „einsamen Buchten“ entpuppen sich zu oft als Partyhochburgen. Wie also finde ich meinen Platz zum Entspannen. Ich habe mal ein paar Tipps zusammengesucht.

Sei Flexibel

Die allererste Regel ist natürlich, dass Du so flexibel wie auch nur möglich sein solltest. Auf gar keinen Fall, darfst Du deine Reise ausschließlich auf Basis des Reiseführers durchführen. Vielmehr musst Du die Möglichkeiten vor Ort ausschöpfen. Erkunde die Optionen, die es gibt. Frage dazu Einheimische und Traveler vor Ort. Beide haben bereits gute und schlechte Erfahrungen gemacht und werden Dir gerne Tipps geben. Eine weitere Möglichkeit ist, dass Du dich im Internet schlau machst. Es gibt viele Portale, welche Reisetipps fernab der alltäglichen Routen bereitstellen.
Wichtig ist natürlich, dass Du so flexibel bist und diese Möglichkeiten auch wahr nimmst. Manchmal sind es nur wenige Meter weg vom Strand oder der Hauptstraße, wo das Abenteuer wartet.
Auch bei den Übernachtungen solltest Du Dich nicht immer von vornherein auf eine Herberge versteifen. Schon sehr oft ist es bei mir vorgekommen, dass ein Hostel entweder voll oder einfach zu teuer war. Die Alternativen waren dann oft sehr inspirierend zumal sich Guesthouses mit weniger Gästen auch mehr Mühe geben, um einen Gast glücklich zu machen.

Sei vorausschauend und plane

Wie jetzt? Steht denn nicht gerade ein Absatz zuvor, dass man flexibel sein soll? Diese Option hilft in Hostels zu wohnen, welche sonst vielleicht ausgebucht sind. Weiterhin lässt sich durch eine Planung gelegentlich auch Geld sparen.
Dir wurde ein besonderes Hostel empfohlen? Ein super Meerblick in einer einsamen Bucht? Nur wenige Hütten stehen auf dem Gelände und abends sitzen alle gemeinsam bis in die Nacht am Strand? Sie nicht so dumm und denke, dass schon eine Hütte für Dich frei sein wird. Ein Anruf genügt, um eine Hütte im Voraus zu reservieren. In dem meisten Fällen, lässt sich so auch noch ein guter Preis aushandeln. Im Übrigen fällt in den wenigsten Ländern keine Buchungsgebühr an.
Durch die Vorbuchung hast Du eine Hütte oder einen Platz im Hostel sicher. Einmal vor Ort ist es immer leichter, eine Nacht zu verlängern oder eher abzureisen. Dies gibt Dir wieder ein Stück Flexibilität.
Im Übrigen solltest Du die Planung nicht nur für Hostels machen. Auch Touren sind öfters reglementiert, so dass es sinnvoll ist sich anzumelden. Oft sparst Du mit dieser Voraussicht auch viel Zeit, welche Du für andere Aktivitäten nutzen kannst.

Frage Leute vor Ort

Wer weiß am besten um die versteckten Plätze und Geheimtipps? Klar, die Leute vor Ort. Eine Hilfe kann, zumindest in den westlichen Ländern, eine Touristeninformation sein. Du erhältst da zumindest eine grobe Übersicht über die Möglichkeiten. Im schlechtesten Fall weißt Du dann, wo Du nicht hin möchtest. 😉

Besser ist es, ein persönliches Gespräch an der Hostelrezeption zu führen, oder sich in der Loggia mit anderen Backpackern auszutauschen. Ich denke da an meine Reise in Indien. In der Gegend um Dharmshala lassen sich Aussteiger teilweise mehrere Jahre nieder oder in Kalkutta, wo sich eine richtige Szene von Volunteers gebildet hat. Diese Personen freuen sich immer, Ihre Geheimnisse und Erfahrungen auszutauschen.

Vielleicht steigt ja gerade um die Ecke ein Event, welcher nicht offiziell angekündigt wurde?

Gib auch mal etwas mehr Geld aus

Mir ist klar, das Geld ist immer knapp. Nicht umsonst bist Du als Budgettravler unterwegs. Auch mir geht es meistens so, allerdings habe ich schon bei meiner ersten Reise ein „Sonderbudget“ bereit gelegt.

Zum einen hast Du gelegentlich gar keine andere Chance, Du musst eine teurere Variante als geplant nutzen. Hostels sind oft ausgebucht, oder die billigen Zimmer nicht mehr verfügbar.

Gelegentlich bist Du auf einer Reise aber einfach nicht gut drauf, vielleicht etwas angeschlagen oder krank. In diesem Moment ist es einfach wunderbar, das Zimmer „upgraden“ zu können. Ein Zimmer, auch in einem Hotel, ist eine gute Alternative, um Menschenmassen aus dem Weg zu gehen und Stress abzubauen. Ein sauberes Bett, eine Klimaanlage oder auch ein Pool helfen Dir, dich wieder aufzubauen. Oft helfen ein gutes Essen oder auch ein Saunabesuch über das ein oder andere Problem hinweg.

Natürlich kannst Du dir noch ganz andere Erlebnisse erkaufen, ein Helikopterflug durch den Grand Canyon, ein eigenes gechartertes Boot oder ein Haus mit eigenem Strand. Ich konnte mir solche Dinge zwar noch nicht leisten, aber die prinzipielle Möglichkeit besteht natürlich. 🙂

Verlasse die Hauptstraßen

Wie oft warst Du bei Deinen Trips im Hinterland? Nimmst Du immer das erste Hostel? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man ein Land viel besser kennen lernt, wenn man die Hauptstraßen verlässt. Auch wenn eine Garküche mal nicht so appetitlich aussieht und die Straßen nicht sauber gekehrt wurden, in den kleinen Gassen spielt sich das Leben ab. Oft sind es wirklich nur ein paar Schritte und man hat die ganze Welt für sich allein. Dies gilt im Übrigen auch für vermeidliche Wanderrouten. Der Weg nach Machu Pichu ist bestimmt nicht wenig belaufen, aber es gibt in der Gegend auch noch andere Dinge zu erkunden.

Für ein gutes Hostel solltest Du auch mal ein paar Meter laufen. Dafür hast Du schließlich Deinen Rucksack. Geh bis zum Ende der Bucht, und vielleicht noch über die erste Erhebung weiter. Oft findet man Herbergen auch dort, wo gar keine Autos mehr fahren. Du wirst mit Sicherheit für die Mühen belohnt.

Lass Dich nicht ärgern

Sollte es Dir wieder einmal zu viel sein, dann schließe einfach die Augen und blende alles aus. Am Besten in der Kombination mit Kopfhörern. Das klappt gut am Strand (solange Dir keiner Sand ins Gesicht spritzt) oder auf langen Zugfahrten. Denke immer daran, die anderen sind genauso unterwegs wie Du und auch Du bist nur einer von denen. Kein Grund als, auf sich selber sauer zu sein. ;

Hast Du einen Tipp, wie Du solche Situationen umgehst? Wir freuen uns – wie immer – über Dein Feedback 🙂

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