Geschrieben am 09.08.2010 von Nico in Reisen mit Baby 0 Kommentare Trackback
Lange ist es her, als ich mich mal für zwei Monate ausklinken und das Land verlassen konnte. Im Arbeitsleben muss man einfach etwas strukturierter planen und mehr als vier Wochen zusammenhängender Urlaub ist eigentlich nicht möglich.
Schade eigentlich, denn jetzt verdient man endlich etwas Geld, so das dieser zur Uni-Zeit ständig begrenzende Faktor, nicht mehr das absolute Limit ist. Irgendwie muss es doch möglich sein, noch einmal für eine längere Zeit die Welt zu bereisen. Klar, als ersten fällt mir da der Sabbatical ein. Leider ist nicht jeder Arbeitgeber davon so begeistert.
Es gibt allerdings noch eine andere Alternative und diese wird sogar vom Staat finanziell unterstützt: Die Elternzeit.
Elternzeit nehmen dürfen – natürlich – die Eltern. Allerdings muss man vor der Geburt des Kindes berufstätig gewesen sein. Auf diese Freistellung von der Arbeit hat man dann einen gesetzlichen Anspruch.
Eltern, dass bedeutet beide Teile, also die Mutter und der Vater, können einige Monate Elternzeit nehmen. Es ist dabei einem selbst überlassen, ob man die Zeit zusammen oder nacheinander nimmt.
Insgesamt gibt es für einen Elternteil 12 Monate 67% des Gehalts weitergezahlt. Nimmt der andere Elternteil auch die Auszeit, werden noch einmal 2 Monate zu 67% vom Staat übernommen. Das bedeutet, dass man sich mindestens zwei Monate zusammen um das Kind kümmern kann, ohne gleich zu einem Sozialfall zu werden.
Je nach dem, wie flexibel, tolerant oder weltoffen der Arbeitgeber ist, könnte man an die zwei Monate noch den Jahresurlaub dranhängen, so das man auf eine Auszeit von ca. drei Monaten kommt. Eine Zeit, die mich schon sehr an die traumhaften Verhältnisse im Studium erinnert.
Für drei Monate lohnt es sich schon mal genauer zu schauen, was man machen kann.
Auf gar keinen Fall solltet Ihr Euch gleich nach der Geburt auf den Weg machen. Jetzt ist sowieso erst einmal alles neu und viele Abläufe müssen sich erst einmal einspielen. Außerdem wäre die gesamte Familie enttäuscht, wenn Ihr Euch mit dem/der Neugeborenen gleich in den Flieger setzt.
Am Besten ist wahrscheinlich die Zeit mit drei, vier Monaten. Da wird das Baby noch oft gestillt und macht somit weniger Arbeit als wenn Ihr ständig Essen zubereiten müsst. Auf Nummer sicher geht Ihr, wenn Ihr am Ende des ersten Jahres „auf Tour“ geht. Dann hat sich das Kind ans Essen gewöhnt und bekommt auch schon etwas mehr mit.
Eigentlich gibt es hier kaum Beschränkungen. Natürlich solltest Du mit einen Kind nicht gerade versuchen alle Achttausender zu besteigen oder zu Fuß durch Afrika zu wandern. Mit der entsprechenden Vorsicht kommen aber die meisten Länder auf dieser Erde als Ziel in Frage.
Ganz vorn in meiner persönlichen Hitliste sind natürlich die Länder, welche es sich für drei Wochen nicht lohnt zu bereisen: Australien, Neuseeland, die USA und Kanada, gefolgt von China und den Ländern in Südamerika. Im Sommer spricht natürlich auch nichts gegen eine Rundreise durch Europa.
In diesem Sinne: Have a nice trip!
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