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Backpacking-Stereotypen, oder woran erkenne ich die Deutschen?

Geschrieben am 16.04.2010 von Nico in Flashpacking, Wissen 3 Kommentare Trackback

Ich reise gerne und treffe dabei auch sehr gerne Leute. Da ich mehrfach alleine gereist bin habe ich sehr viele Leute getroffen, denn wirklich alleine ist man auf Reisen ja nicht. :)

nicht alle trauen sich alles

Während die einen glücklich im Pub sitzen, probieren die anderen alles Erdenkliche aus.

Als mir letztens ein Artikel über die „verrückten Israelis“ (den Artikel kann ich dummerweise jetzt, nachdem der Beitrag fertig ist nicht mehr finden :( ) über den Weg gelaufen ist, habe ich mir wieder mal die unterschiedlichen Typen durch den Kopf gehen lassen, welche die verschiedenen Länder repräsentieren. Es ist wie so oft, bei vielen erkennt man schon von weitem, woher die Leute kommen. ;)

Hier mal (m)eine Zusammenfassung:

Briten

Briten erkennt man von allen Backpackern am einfachsten. Sie reisen immer in Gruppen und man hört sie sobald sie das Hostel betreten. Dabei wird schon am Morgen getrunken vorzugsweise natürlich in einem Pub. ;)
Beliebt und ein eindeutiges Erkennungsmerkmal bei den eher hellheutigen Briten ist der krebsroter Teint der Haut, nachdem sie nur wenige Stunden in der Sonne gelegen haben. Jegliche Vorsorge gegen Sonnenbrand scheint unbekannt oder unwirksam.

Israelis

Der Israeli reist nach dem Armeedienst für eine längere Zeit ins Ausland um „abzudrehen“. Dabei gibt es zwei Typen, die einen, welche die Armee hassen und die anderen, welche die Armee lieben. Beide Typen müssen dieses aber auf jeden Fall sehr lautstark und aufdringlich allen Leuten erzählen.
Israelis findet man sehr einfach, da sich diese an bestimmten Hot Spots (vorzugsweise in Indien) treffen. In Orten wie „Dharamsala“ ist die komplette Infrastruktur mit eigenen Synagogen und koscherem Essensangebot für Israelis vorbereitet.
Israelis sind oft „stoned“ und ziemlich „crazy“ was nervig und lustig zugleich sein kann.

Backpacker: alle sitzen in einem Boot.

Als Backpacker sitzt man meist mit anderen in einem Boot...

Osteuropäer

Sympathisch und bodenständig fallen osteuropäische Backpacker auf Reisen auf. Das Motto „Back to the roots“ ist für sie nicht nur ein Lippenbekenntnis. Mit den einfachsten Mitteln kommen Russen, Slowaken oder Polen oft weiter als manch andere Nationalität. Die fehlenden finanziellen Mittel oder das Equipment machen Osteuropäer mit Muskelkraft oder handwerklichen Geschick weg.

Amerikaner

Amerikanische Backpacker gibt es nicht, oder? Wenn, dann trifft man sie allenfalls in Amerika selber. Mit viel Glück trifft man Amis noch in Kanada. In Europa, Asien oder einem anderen Kontinenten hingegen hat man höchstens in einem Mc Donald die Chance einen Amerikaner zu sehen.
In Sachen Technik sind die Amerikaner auf Reisen allerdings allen anderen Nationen voraus. Jeder ist mit einem Laptop (ab diesem Jahr wahrscheinlich mit dem iPad) unterwegs und sowieso spielt Geld auf Reisen keine Rolle.

Die Deutschen

Wenn ich mich versuche in einen Backpacker aus einem anderen Land zu versetzen, dann würde ich die Deutschen wahrscheinlich für die komischsten Backpacker halten.

Immer in Pärchen unterwegs, buchen sie im Hostel auch immer private Zimmer und in geselliger Runde wird, auch in Unterzahl, gerne deutsch gesprochen. Die Deutschen sind unglaublich organisiert. So steht die Route lange vor der Reise fest und für alle Eventualitäten haben sie in ihren übergroßen Rucksäcken vorgesorgt. Auch das Geld spielt für die Deutschen nur eine Nebenrolle. So kommt es schon mal vor, dass für den Abend die Joop-Hose herausgeholt wird und wenn einem das Essen an der Garküche nicht passt, dann wechselt man eben in ein Luxus-Restaurant.

Welche Backpacking-Stereotypen fallen Dir ein, wenn Du an Deine letzten Reisen denkst? Ist Dir eine Nation besonders schlecht oder gut aufgefallen und wie stehst Du zum Image der Deutschen?

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3 Kommentare zu “Backpacking-Stereotypen, oder woran erkenne ich die Deutschen?”

  • Siggi, am 16. April 2010 um 17:00 Uhr

    Ich habe mal einen amerikanischen in Cuscu, Peru, in einem irischen Pub getroffen. Ja also es gibt sie also auch außerhalb Nordamerikas.

    Was ich unbedingt hier noch hinzufügen möchte:
    a) Amerikaner reisen gern allein.
    a) Amerikaner sammeln Trophäen: Das wohl wundersamste ist, dass sie soviel wie möglich sehen möchten. Also es geht von Hauptstadt zu Hauptstadt, von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit….sehr stressig für unser einen….also mal eine entspannte Naturwanderung, Dschungel Tour oder ähnliches: fehl am Platz….

  • Nico, am 18. April 2010 um 16:18 Uhr

    Hi Siggi, Dein zweiter Punkt klingt fast ein “typisch asiatischer” Tourist, nur eben aus Amerika und mit einem Rucksack auf dem Rücken. ;)

    Aber ganz so darf man ja gar nicht meckern, in den Staaten gibt es ja neben den vielen bekannten Städten auch super Natur. Im übrigen geht auch der längste Wanderweg der Welt (Appalachian Trail, http://de.wikipedia.org/wiki/Appalachian_Trail) quer durch Amerika.

  • Katharina, am 12. Mai 2010 um 16:31 Uhr

    Ich finde, Deutsche erkennt man immer an den roten Jack WOlfskin-Jacken und Pärchen gehen immer im Pärchenlook ;)

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