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Schlafsack: Daune oder Kunstfaser? – eine Glaubensfrage

Geschrieben am 24.03.2010 von Alexandra in Wissen 1 Kommentar Trackback

Asche auf mein Haupt: Peter hatte uns ja schon vor 2 Wochen gebeten noch etwas mehr auf die  Vor- u Nachteile von Daunen- bzw. Kunstfaser-Schlafsäcken einzugehen. Sorry für die Verspätung! Aber getreu dem Motto „was lange währt…“, hier nun endlich ein kurzer und knapper Überblick über die jeweiligen Stärken und Schwächen.

Lieber Peter,

ich hoffe dir hilft dies hier trotzdem noch weiter :

Isolierung:

Daune erbringt etwa die gleiche Wärmeleistung wie Kunstfaser. Allerdings ist die Kunstfaserfüllung ungefähr doppelt so schwer.

Ein klarer Pluspunkt für die Daune.

Packmaß:

Beim Packvolumen kann man mit der Daune bis zu 1/3 gegenüber der Kunstfaser sparen.

Ein weiterer Punkt für die Daune.

Empfindlichkeit bei Feuchtigkeit:

Sobald Daunen nass werden, lässt die Isolierung stark nach. Nasse Daune besitzt nur noch 1/3 ihres ursprünglichen Isoliervermögens, Kunstfaser hingegen noch 2/3. Außerdem braucht es auch um einiges länger einen nassen Daunenschlafsack wieder trocken (und somit warm) zu bekommen als einen Schlafsack mit Kunstfaserfüllung.

Dieser Punkt geht also an die Kunstfaser.

Langlebigkeit:

Die Füll- bzw. Bauschkraft von Daune bleibt um einiges länger erhalten als die von Synthetikmaterial. Die Lebensdauer eines Daunenschlafsackes ist somit etwa doppelt so lang, wie die eines Kunststoffschlafsackes.

Somit geht dieser Punkt wieder an die Daune.

Kosten:
Ein Daunenschlafsack ist etwa doppelt so teuer wie ein Modell aus Kunstfaser mit vergleichbarer Isolationsleistung. Allerdings muss man bedenken, dass sich dies durch die längere Lebensdauer der Daune durchaus relativiert.

Hier vergebe ich sowohl einen Punkt an die Kunstfaser für den günstigeren Anschaffungspreis, als auch für die Daune für das Preis/Leistungs-Verhältnis bezogen auf die längere Lebensdauer.

Schlafklima:

Daune hat die Eigenschaft, Temperatur und Feuchtigkeit im Inneren des Schlafsacks zu regulieren und sorgt somit für ein angenehmeres warmes und trockenes Schlafklima.

Macht also noch einen Pluspunkt für die Daune.

And the winner is:

Sieht man sich die einzelnen Punkte so an, scheint der eindeutige „Sieger“  ja die Daune zu sein. Aber bevor ihr jetzt alle losdüst und nur noch Daunenschlafsäcke kauft, gilt es Folgendes zu bedenken.

Erstens: habt ihr während eurer Reise nicht die Möglichkeit euren Schlafsack ausreichend zu lüften, verklumpen die feinen Verästelungen der Daunen und die Isolationsfähigkeit des Schlafsackes nimmt stark ab. Und Zweitens: hochwertige Kunstfaserschlafsäcke sind oft besser als viele „Daunenschnäppchen“.

Ich würde zusammenfassend sagen, Daune ist erste Wahl für Backpacker mit etwas größerem Budget und für kurze Unternehmungen, bei denen es auf minimales Gewicht und Packmaß bei hoher Isolationsfähigkeit ankommt.

Hier noch eine ziemlich guter Artikel auf bewaehrungsprobe.de, der sehr ausführlich auf die Eigenschaften der verschiedenen Schlafsackfüllungen eingeht.

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Die richtige Ausrüstung: Teil 2 Schlafsack...
Die richtige Ausrüstung: Teil 3 ISO-Matte...
Packtipps für Backpacker...

Ein Kommentar zu “Schlafsack: Daune oder Kunstfaser? – eine Glaubensfrage”

  • Peter, am 29. März 2010 um 17:30 Uhr

    Naja der Schlafsackkauf is jetzt zwar schon durch, trotzdem nette Zusammenfassung ;-) Habe mich übrigens für Kunstfaser entschieden.

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