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Die richtige Outdoor-Ausrüstung: Teil 1 Kochen

Geschrieben am 13.02.2010 von Nico in Outdoor-Küche, Wissen 2 Kommentare Trackback

In der Winterzeit beschäftigt man sich nicht gerade oft mit dem Thema „Reisen“, denn in unseren Gefilden ist die Sommerzeit gleich Reisezeit. Nicht desto trotz solltest Du auch jetzt schon an Deinen nächsten Trip denken. Oft lohnt sich im Winter ein Blick in Outdoor-Läden, um das ein oder andere Ausrüstungsstück günstig zu erwerben.

In einem älteren Artikel zur Reisevorbereitung hatten wir bereits beschrieben, was in den Rucksack gehört. Jetzt werden wir uns einzelne Punkte genauer anschauen und Tipps für die richtige Wahl bei einem Einkauf geben.
Die Küche im Rucksack

Und da fangen wir am besten mal an mit…

Kochen

Mit etwas Einfallsreichtum kannst Du Dir selbst in der „tiefsten Wildnis“ ein sehr leckeres Essen zubereiten. Damit Du dafür nicht immer ein Lagerfeuer zünden musst und mit den Fingern essen musst, bietet es sich an, eine Outdoor-Küche im Rucksack zu haben.

Diese besteht aus:

  • Becher
  • Besteck
  • Essgeschirr
  • einem Kocher und
  • Kochgeschirr

Ein richtiger Becher ist eines der nützlichsten Gegenstände auf einer Tour. Ohne eine warme Mahlzeit lässt es sich schon ein paar Tage gut aushalten, aber ein warmer Kaffee oder Tee an einem kalten, verregneten Morgen ist durch nichts zu ersetzen.

Es gibt jede Menge verschiedener Becher auf dem Markt. Plastikbecher sind sehr leicht und lassen sich teilweise auch falten und daher gut verstauen. Ein Thermobecher hält dagegen das Getränk lange warm oder kühl. Mittlerweile gibt es diese auch verschließbare Becher und somit können diese auch während der Tour zum Transport verwendet werden. Meine persönlichen Favoriten sind die Edelstahl- oder Emaillebecher, denn diese können nicht nur zum Trinken genutzt werden sondern auch der Zubereitung dienen. Du kann diese gleich direkt zum Erwärmen auf das Feuer stellen und Dir somit Dein Heißgetränk (oder auch eine kleine Mahlzeit) zubereiten.

Outdoor Küche - so kann es aussehen

Für das Besteck und das Geschirr gibt es gar nicht so viel zu sagen. Wichtig ist hier: leicht und klein. Es gibt verschiedene Ausführungen im Handel. Meist zusammenklapp- und kombinierbar. Beim Besteck habe ich mich für ein preiswertes zusammensteckbares Plastikbesteck entschieden, da ich keinen Funktionsvorteil zu den teureren Edelstahlbestecken erkennen konnte. Zusätzlich habe ich immer noch ein scharfes Taschenmesser dabei, mit welchem ich das Essen zubereiten kann. Einen Teller habe ich auf meinen Touren nicht im Gepäck, da ich aus der flachen Pfanne des Kochgeschirrs esse.

Mit dem Kocher und dem Kochgeschirr kommen wir nun zu den Ausrüstungsstücken, mit denen man das Essen auch zubereiten kann. Dies sind die teuersten Geräte in Deiner Outdoor-Küche und schon deshalb sollte ein Kauf gut überlegt werden.

Bei den Kochern unterscheidet man drei Arten, welche für das „Lightwight-Backpacking“ geeignet sind:

  • Gaskocher
  • Benzinkocher
  • Spirituskocher und
  • Mehrstoffkocher

Die Gaskocher sind für den Gebrauch unter „gemäßigten Verhältnissen“ die erste Wahl. Es ist eine saubere Angelegenheit und aufgrund der Vielzahl der angebotenen Modelle können Gaskocher auch sehr preiswert erworben werden. Das Problem bei Gaskochern sind die Gas-Kartuschen. Diese dürfen nicht im Flugzeug transportiert werden und Du musst am Ankunftsort erst das Brennmaterial besorgen. Das gelingt nicht immer. Ein weiterer Nachteil ist, dass das Gas bei sehr niedrigen Temperaturen oder in großen Höhen nicht genutzt werden kann.

Benzinkocher sind gute Allrounder und haben einen sehr guten Heizwert, allerdings nicht ganz einfach in der Handhabung. Benzinkocher betreibst Du am besten mit Reinigungsbenzin aus dem Baumarkt. Als Alternative (das ist billiger und immer zu haben) kannst Du auch bleifreies Benzin von der Tankstelle nutzen. Benzinkocher müssen vor dem Gebrauch auf jeden Fall vorgewärmt werden. Um den dabei entstehenden Ruß zu verringern, kannst Du für das Vorwärmen auch Spiritus verwenden. Auch für Benzinkocher gilt: Kein Transport des Brennmaterials im Flugzeug. Leere Flaschen sind ebenfalls nicht erlaubt. Abhilfe schafft hier eine gründliche Reinigung der Behälter, so dass diese nicht mehr nach Benzin riechen. Versuche es einfach mal mit etwas Fruchtsaft, das hilft oft Wunder. ;)

Die robustesten Modelle unter den Kochern sind die Spirituskocher. Sie sind einfach in der Handhabung und auch sehr preiswert zu kaufen. Spirituskocher funktionieren auch unter schwierigen Windverhältnissen, da diese als Sturmkocher konstruiert sind. Leider ist der Heizwert von Spirituskochern sehr gering, was eine Nutzung langwierig macht und viel Zeit beim Kochen in Anspruch nimmt. Zudem ist der Spirituskocher, wie auch der Gaskocher nicht für kalte Tage und große Höhen geeignet.

Die mittlerweile immer mehr im Handel erhältlichen Mehrstoffkocher kombinieren die Vorteile der verschiedenen oben genannten Modelle. Die macht sich leider (noch?) im sehr hohen Preis von weit über 100,00 Euro bemerkbar. Sinnvoll ist dieser Erwerb derzeit nur für sehr, sehr lange (Welt-)Reisen, oder wenn Du mehrere Klimazonen durchquerst. Für kürzere Reisen ist es finanziell besser, sich ggf. zwei Modelle (Gaskocher für die Wüstensafari und Benzinkocher für die Polarquerung) zu kaufen und jeweils das passende in den Rucksack zu packen.

Fast die gleiche Vielfalt wie bei den Kochern ist auch bei den Kochgeschirren im Angebot. Von einfachen Alu-Kochtöpfen bis hin zu hart-anodisiertem Aluminiumtöpfen mit Titan-Antihaftbeschichtung ist so ziemlich alles im Angebot. Der Anbieter Primus setzt mit seinem EtaPower-Topf auf Lamellen auf der Topfunterseite. Diese sollen zu einer besseren Wärmeleitung führen und damit weniger Brennstoffverbrauch verbrauchen. Ich persönlich setzte da, wie auch in der Haushaltsküche, auf einen gut schließenden Topfdeckel, um Energie zu sparen.

Somit ist auch schon fast alles zu den Töpfen gesagt. Das Wichtigste beim Kochen ist das Energiesparen, um möglichst wenig Brennmaterial zu verbrauchen. Somit solltest Du darauf achten, dass es für jeden Topf in Deinem Set einen Deckel gibt. Weiterhin ist ein Set mit einer Pfanne sehr praktisch, da diese gleich als Teller umfunktioniert und genutzt werden kann. Natürlich ist auch eine Antihaftbeschichtung sehr vorteilhaft, allerdings ist dies auch immer mit höheren Kosten verbunden.

Mit diesem Grundwerkzeug sollte es Dir nun möglich sein dieses oder dieses oder auch dieses zuzubereiten. Viel Spaß beim Kochen. :)

Hast Du weitere Tipps oder andere Erfahrungen gemacht? Wir freuen uns über Dein Feedback.

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