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Vom Funken zur Flamme: Feuer machen Teil 2- Der Zunder

Geschrieben am 04.08.2009 von Nico in Outdoor-Küche, Tipps & Tricks 3 Kommentare Trackback

Ich habe im letzten Artikel gezeigt, auf welche Kombination ich baue, wenn es um den Funken für ein Feuer geht. Damit der Funke dann auch überspringen kann und aus diesem ein Feuer zum Kochen der nächsten Mahlzeit wird, brauchst Du allerdings noch einen guten Zunder, der die ersten Flammen aufnimmt. Mit diesem kannst Du dann nach und nach die immer größeren Hölzer entflammen.

Im einfachsten Fall hast Du optimale Bedingungen und kannst bei trockenem Wetter aus Gras und kleinen Reisighölzern den Zunder für Dein Feuer bauen. Der Nachteil ist, dass es zum einen manchmal ewig dauert, bis man genügend trockene Hölzer zusammengesucht hat. Zum anderen kannst Du Gras und Reisig vergessen, wenn es gerade regnet.

Der Zunder ist eine der Grundlagen für ein Feuer.

Der Zunder ist eine der Grundlagen für ein Feuer.

Doch die Natur bietet uns da ein paar Möglichkeiten, so dass Du auch bei nassem Wetter Dein Fleisch nicht roh essen musst. Meiner Erfahrung nach ist Birkenrinde die erste Wahl. Auch bei stärkstem Regen brennt Birkenrinde wunderbar und lange genug, um feuchtes Holz erst zu trocknen und dann zum Brennen zu bringen. Ritze einfach mit einem Messer einige Teile der Birkenrinde an und reise diese dann quer zum Stamm ab. Weiterhin kannst Du versuchen Flugsamen von verschiedenen Pflanzen zu sammeln. Es eignen sich zum Beispiel Disteln, Kletten oder ähnliche Pflanzen. Die Samen musst Du zusammenrollen, damit die Flamme ein wenig brennt. Einen ähnlichen Effekt wie die Samen haben die „Flusen“ einer Baumwollhose (z.B. einer Jeans). Du musst dafür mit einem Messer die Hose entlang reiben. Den Abrieb sammelst Du, rollst diesen zusammen. Auch das gibt einen guten Zündstoff – wenngleich diese Variante wohl eher etwas für eine Notlage ist. :)

Natürlich kannst Du auch auf die Hilfsmittel der Zivilisation vertrauen wenn es um Zunder für Dein Feuer geht. Das hat den Vorteil, dass Du nicht erst auf die Suche nach Brennstoff gehen musst. Im einfachsten Fall hast Du eine Kerze. Wenn dies brennt, kannst Du nach und nach Reisig und später größeres Holz trocknen und so Dein Feuer zünden. Eine Luxusvariante ist der Gaskocher mit dem Du genau wie mit einer Kerze das Holz für das Feuer vorbereiten kannst. Nur eben etwas schneller. Als drittes kann Du auf Trockenbrennstoff oder Feuerpaste bauen. Dieses gibt es bei Outdoor-Ausrüstern zu kaufen und hat den großen Vorteil, dass es wirklich immer brennt.

Wer lieber auf die eigenen Künste baut, kann sich in Vorbereitung auf die Reise auch eigene Zunder herstellen. Dazu kaufst Du einfach Paraffin (Kerzenwachs) und etwas brennbares Material was als Docht genutzt werden kann. Dies können zum Beispiel Watte-Pads, Zellstoff-Taschentücher, lose Watte o.ä. sein. Das Kerzenwachs wird erhitzt und darin der Docht getränkt. Diese Zunder brennen dann sehr lange und eignen sich wunderbar um auch nasses Holz zu zünden.

Habt Ihr noch weitere Tipps oder andere Erfahrungen mit dem Anzünden von Feuer? Immer her damit.

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3 Kommentare zu “Vom Funken zur Flamme: Feuer machen Teil 2- Der Zunder”

  • beaker, am 19. Juni 2010 um 15:44 Uhr

    Ein gutes Hausmittel ist in ein in Petrolueum getauchter Tampon. Diesen dann in einer Filmdose aufbewahren und bei Bedar etwas abzupfen. Brennt schnell und zuverlässig.

  • Alexandra, am 30. Juni 2010 um 09:05 Uhr

    Cool. Danke für den Tipp! Das werden wir bei unserem nächsten Tripp gleich mal testen.

  • Matias Holl, am 20. August 2010 um 00:41 Uhr

    Super Zunder wie Zunderpilz, Rohrkolbenzunder, Baumwollzunder, Feuereisen, Feuerschlagsets und Magnesium Feuerstarter in den verschiedensten Ausführungen erhalten Sie in der Historischen Zunderwerkstatt http://www.zunderwerkstatt.de.
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