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Für Gourmet-Backpacker: Lebensmittel im Backofen selbst Dörren

Geschrieben am 30.06.2009 von Alexandra in Outdoor-Küche, Tipps & Tricks 1 Kommentar Trackback

Wer sagt eigentlich, dass man bei Freiluft-Aktivitäten immer nur die sündhaft teure Trekking-Trockennahrung oder klebrige Billig-Fertignudeln futtern muss? Eine Möglichkeit für schmackhafte, haltbare und doch leichtgewichtige Outdoor-Küche ist Obst, Gemüse und auch Fleisch zuhause selbst zu dörren.

via Flickr: Beef Jerky - getrocknetes Fleisch

via Flickr: Beef Jerky - getrocknetes Fleisch

Dazu kann man einmal einen Dörr-Automaten verwenden zum anderen funktioniert das Dörren aber auch im handelsüblichen Backofen (obwohl diese Variante natürlich – das muss man zugeben- nicht gerade energiesparend ist). Mikrowellenherde eignen sich nicht zum Trocknen.

Bevor du dich für den Herd entscheidest, solltest du mit einem Thermometer prüfen, ob dein Backofen sich auf niedrige Temperaturen (40-50°) einstellen lässt.  Ideal zum Dörren sind Heißluftherde, da hier die feuchte Luft ungehindert abziehen kann und du problemlos zwei, drei Bleche oder Roste übereinander einschieben kann. Bei anderen Backöfen funktioniert das nur, wenn du die Tür einen Spalt offen stehen lässt, damit die feuchte Luft aus dem Ofen entweichen kann.

Da Backbleche ebenfalls die Luftzirkulation blockieren sind sie weniger empfehlenswert als Roste. Notfalls funktioniert das Dörren aber auch auf Blechen. Lege in jedem Fall Backpapier auf das Blech oder den Rost, denn besonders Fruchtsäuren greifen das Metall an, was auf deinem Dörrgut schwarze Streifen und einen ekligen metallischen Geschmack hinterlässt. Igitt.

Um schonend zu trocknen, solltest du für Obst, Gemüse und Fleisch Temperaturen zwischen 30-60 Grad wählen. Unter 20 Grad Temperatur wird dem Dörrgut nicht genug Wasser  entzogen, wodurch es schnell schimmeln kann; über 60 Grad Backtemperatur hingegen bersten die Zellen und vor allem der Saft aus Früchten läuft aus.

Wie lange das Dörren letztendlich dauert, hängt von vielen Faktoren wie der Obstsorte, dem Erntezeitpunkt, dem Wetter während des Reifeprozesses und so weiter ab, 6 bis 8 Stunden solltest du aber auf jeden Fall einplanen.

Wann dein Dörrgut genug geschwitzt hat, verrät dir die Fingerprobe. Laß einige Stücke abkühlen, brich die Stücke an der dicksten Stelle durch um zu sehen, ob sie innen noch feucht ist und teste den Geschmack.

Deine fertig gedörrten Lebensmittel solltest du nach dem Abkühlen möglichst luftdicht verpackt, dunkel und vor allem trocken lagern.

Welche leckeren „Gourmet-Menüs“ du mit den getrockneten Zutaten auf deiner Backpacking-Tour zaubern kannst, wollen wir zukünftig in einer kleinen Serie zum Thema Outdoor-Küche zusammentragen. Hast du schon ein geniales Rezept für abwechslungsreiches, leckeres und gesundes Essen unterwegs? Dann immer her damit! Schreib einfach eine Mail an alexandra@backpacking.de oder hinterlasse einen Kommentar.

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